Donnerstag, 13. September 2012

Eine Busfahrt, die ist lustig; eine Busfahrt, die ist schön ;) (13.09.2012)

Ja, ich weiß, dass es eigentlich Seefahrt heißt. Aber die ist nun mal erst am Sonntag dran ;) Trotzdem fielen mir diese Zeilen auf meiner 11stründigen Busfahrt ein und da ich sie auch irgendwie passend fand, mussten sie halt als Postüberschrift herhalten. :) So, nachdem wir den Ursprung  der Überschrift geklärt haben, kann ich ja nun auf die Busfahrt an sich eingehen ;) 
Los ging’s heute um 9.15 a.m. in Auckland von der Quay Street, also direkt am Hafen gegenüber dem Ferry Building. Dort stand er auch schon – der Bus mit der Aufschrift „nakedbus“. Ich frage mich wirklich, wie man auf die Idee kommt, sein Busunternehmen „nackiger Bus“ zu nennen… Also ich finde ja, das klingt verdammt nach ner Schnapsidee im wahrsten Sinne des Wortes. Aber um euch zu beruhigen – weder die Gäste noch der Busfahrer waren nackig. Also bis auf den Namen, alles wie bei nem normalen Busunternehmen. 
Die Fahrt würde ich hingegen nicht als normal bezeichnen, denn sie führte durch eine echt atemberaubende Landschaft – deswegen auch die Postüberschrift ;) Zwischendurch musste die Müdigkeit zwar stark bekämpft werden, aber so ganz ohne einen Eindruck von der Nordinsel erhalten zu haben, wollte ich dann doch nicht wieder von ihr runter. Deshalb hab ich tapfer durchgehalten und konnte so ein paar Beweisfotos schießen :) Zu Beginn haben mich vor allem die unendlichen Weiten der Irlandhügel fasziniert. Ich freu mich auch schon sehr darauf, das alles mit meinem Schatzi zu erkunden! Im Laufe der Busfahrt war ich dann immer mehr davon beeindruckt, wie viele unterschiedliche Landschaften man an einem Tag sehen kann, wenn man einfach mal durch Neuseeland fährt. Begonnen hatte alles mit den idyllischen Irlandhügeln, dann folgte der riesige Lake Taupo, ein wunderschöner Vulkansee, mit schneebedeckten Bergen im Hintergrund. Dem schloss sich eine unendlich wirkende Steppe an – 1h Busfahrt ohne an einem einzigen Haus vorbeizukommen! Auch hier waren wieder herrliche Gebirgszüge am Horizont zu sehen. Anschließend wurde es wieder etwas grüner und hier hab ich es dann auch endlich mal geschafft, einen dieser malerischen Bergflüsse zu fotografieren. 





  
 








Als wir dann um 8.30 p.m. endlich in Wellington ankamen, war es auch schon dunkel. Nachdem wir einen netten Neuseeländer gefragt und dieser uns ein Stück begleitet hatte, bis er sich sicher war, dass wir nun auch wirklich wussten, wo wir langgehen müssen, fanden wir unser Hostel relativ schnell. Dort angekommen wurden wir gleich wieder mit der etwas anderen Mentalität der Neuseeländer konfrontiert. Da die Rezeption nämlich um diese Zeit nicht mehr besetzt war, fanden wir im Gemeinschaftsraum einen Zettel mit unserem Namen drauf und dem Schlüssel für’s Zimmer drin. Hinter der Zimmertür verbarg sich noch eine kleine Überraschung. Statt 4 Betten, fand ich 6 vor, aber da ich eh nur zum Nächtigen hier sein werde, ist das ja eigentlich auch Bockwurst. Ansonsten macht das Hostel einen familiären und vor allem einen internationaleren Eindruck als das YHA in Auckland. Innerhalb von nur zwei Stunden habe ich hier bereits drei Franzosen und eine Irin, aber nur eine weitere Deutsche getroffen. Außerdem unterhalten sich hier im Flur zumindest alle auf Englisch. Das klingt doch schon mehr nach dem, was ich gesucht habe. ;)

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