Und
die schlechte Nachricht: Gibt es nicht ;) Meine erste Woche als Au Pair ist nun
also rum. Und das waren echt interessante Tage. Meine Gastfamilie ist echt
super nett. Von den Eltern bekomm ich zwar nicht allzu viel mit, weil sie fast
den ganzen Tag auf der Farm sind, aber wenn ich sie sehe, komm ich super mit
ihnen klar.
So bin ich also die meiste Zeit mit den drei Kiddies alleine –
zumindest am Wochenende. Frühstück machen durfte ich ihnen auch schon an meinem
zweiten Tag. Kein Problem – dachte ich zumindest ;) Schnell gefragt, was die
beiden auf ihr Toast haben möchten – Archie honey, Isla jam. Also Toast
getoastet, Butter rauf, dann honey bzw. jam, Toasts auf die richtigen Teller
gelegt und den Kindern hingestellt. Dann wurde ich auch schon mit großen,
fragenden Augen angeguckt. John (der Vater) war so freundlich, ihre Frage in
Worte zu fassen. „How should we eat that?“ sollte der Blick heißen. Aha! Aber woher
sollte ich auch wissen, dass 3- und 4-jährige Kiddies ihre Toasts zum Essen nicht
komplett in die Hand nehmen, sondern jeweils nur ein Viertel davon. Erst so
früh am Morgen und schon wieder was gelernt :)
Mit Lernen ging es dann die
Woche auch weiter. So kenne ich mich nun bestens mit den Zutaten für einen yucky
mudd pie aus – Erde, Wasser und nach Belieben noch ein paar Steinchen und/oder
für ein bisschen Farbe noch etwas Gras dazu. Yummy :D Also wer da keinen Hunger
bekommt, da weiß ich ja auch nicht ;) Apropos Hunger, Essensvokabeln hab ich
auch ganz viele gelernt, denn die beiden Großen spielen sehr gerne cooking und
haben allerlei Zubehör dafür.
Bei der Lütten konnte ich vor allem meine
Fähigkeiten im Windeln wechseln, Fläschen und babygerechtes Essen fertig machen,
Füttern und zu Bett bringen ausbauen. Dabei war das zu Bett Bringen meist der
schwierigste Part. Eigentlich soll sie während des Vormittags und während des
Nachmittags jeweils ein Stündchen schlafen. Allerdings scheint sie davon oft nicht
allzu viel zu halten – obwohl sie meist müde ist. Aber man könnte ja was
verpassen. Wir haben jedoch
herausgefunden, dass Autofahren sie anscheinend beruhigt und so bin ich heute,
als die beiden Großen im play centre waren, mit ihr ne Runde mit m Auto
umhergefahren. Und siehe da – nach nicht mal 5 min war sie eingeschlafen. Das
war doch auch mal ne nette Bestätigung für meinen Fahrstil – so schlimm kann er
nicht sein :) Besonders putzig fand ich aber die Szene, als eine Freundin ihrer
Mama zu Besuch kam, die sie vorher nur 1x gesehen hatte und die sie nicht
wiedererkannt hat. Nachdem Emmy sie kurz verwundert angeguckt hatte, verzog sie
auch schon das Gesicht, begann zu weinen, kam zu mir gekrabbelt und versteckte
sich in meinen Armen. Und das war gerade mal an meinem fünften Tag dort! Das
fand ich wirklich sehr putzig und vor allem hat es mir gezeigt, dass sie mich
wirklich als Bezugsperson angenommen hat.
Auch mit den Großen hab ich
diesbezüglich keine Probleme. Besonders Archie will ganz viele cuddles haben :)
Außerdem fordert er immer wieder big pushes on the swing ein und Isla durfte
ich schon beim Fahrrad Fahren ohne Stützräder unterstützen. Zudem gehen alle
drei auch noch genauso gerne spazieren wie ich (Emmy natürlich im Kinderwagen),
sodass wir am Wochenende jeden Tag einen zweistündigen Spaziergang über die
Farm unternommen haben. Ich hatte zwar keine Ahnung, wo wir waren, aber die
Kiddies kannten ja den Weg ;) Für mich war es hingegen doch etwas neu, einen
Kinderwagen sagen wir mal über nicht gepflasterte Wege und vor allem durch so
ne Hügellandschaft zu schieben, auf meinen Weg Stromzaunteile auszuhaken und wieder
anzubringen sowie von sehr vielen Kühen komisch beäugt zu werden. Sehr
beeindruckend fand ich dabei, dass die Kinder überhaupt keine Angst davor
hatten, einen Stromschlag zu bekommen oder irgendwelche Berührungsängste den
Kälbern und Kühen gegenüber zeigten. Da
mir dieser selbstverständliche Umgang mit den Dingen auf der Farm aber noch
etwas fehlt, hab ich mich gestern und vorgestern, als die beiden Großen im day
centre waren und ich somit mit Emmy alleine unterwegs war, dann doch für die
Straße (naja die Bezeichnung Schotterpiste trifft’s doch eher ;) ) entschieden.
Das hört sich vielleicht gefährlich an, ist es aber nicht. Denn außer zwei
Milchtrucks und einem Schulbus kommt hier am Tag nicht viel vorbei. Heute fiel
unser Walk dann leider aus, weil’s ausnahmsweise mal geregnet hat. So schlimm
war das allerdings auch nicht, da die Kiddies dafür so nett waren, mir beim
Packen für meinen morgigen Trip nach Dunedin zu helfen. Dort hab ich dann
meinen Child First Aid Course. Ich hoffe mal, dass sie uns dort nicht allzu
komische Bilder zeigen. Sonst dürfen sie mich dort gleich versorgen ;)
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