Freitag, 5. Oktober 2012

Der Erste-Hilfe-Kurs in Anwendung (30/09/-05/10/2012)


Kaum hatte meine zweite Woche angefangen, durfte ich die am Donnerstag neu gewonnenen bzw. aufgefrischten Erkenntnisse auch schon anwenden. Isla stützte nämlich mit ihrem Rad auf der Schotterpiste. Sah zum Glück schlimmer aus, als es war. Dennoch fiel mir auf, dass sie die wichtigste Info beim Kurs vergessen hatten– Wie beruhige ich ein schreiendes Kind? Nachdem ich mich versichert hatte, dass ihr nichts Schlimmeres passiert war – sie war nämlich volle Kanne mit m Kopf aufgeknallt – ging es ich also alle Maßnahmen durch, die mir aus meiner eigenen Kindheit in Erinnerung geblieben waren – in den Arm nehmen, „sch“ sagen, über’n Kopf streicheln, Ablenkungsversuche, indem ich zum Beispiel ihre bisherigen Fahrfähigkeiten lobte und schließlich kam mir noch der Spruch in den Sinn, den ich in solchen Situationen immer von meiner Oma zu hören bekommen hatte: „Bis zur Hochzeit ist alles wieder gut“, also mal eben schnell übersetzt und Isla präsentiert. Ob sie nun einfach von der Reizüberflutung meiner Tröstversuche genug hatte oder ich sie tatsächlich trösten konnte, weiß ich nicht so genau. Auf jeden Fall hat sie aufgehört zu weinen und auf dem Heimweg sogar noch Blumen für ihre Mama gesammelt. Da wusste ich, dass sie in Ordnung war. Zu Hause bedurfte es dann noch etwas gutem Zureden, bis ich schließlich ihre Wunde versorgen durfte, aber auch das haben wir hinbekommen.  Anschließend bekam sie noch eine bunte Blume auf ihr Pflaster gemalt und nach einem großen Stückchen Kuchen war dann auch der letzte Kummer vergessen. ;) Mein lieber Scholli da war gerade mal der erste Tag nach meinen days off rum und schon war ich fix und alle. Das war wirklich nichts für Mudders Tochter. 
Der Rest der Woche verlief dann Gott sei Dank etwas ruhiger – zumindest was Unfälle anging. Ansonsten waren sie wohl der Meinung, dass sie mal ein bisschen ihre Grenzen bei mir austesten müssten. Also wurde bei jedem Nein erstmal geblaht und mir erzählt, dass ihre Eltern ihnen das aber erlauben. Welch Ein Glîck, dass ich auch mit ihren Eltern kommunizieren kann. Das bekamen sie dann auch relativ schnell mit und somit konnten wir uns wieder den schönen Dingen wie mudd pie backen, pushes on the swing, playing with their cooking stuff und unseren Spaziergängen widmen. Bei den letzteren konnte Isla auch ihr Fahrradfahren weiter verbessern. Zum Glück ohne nochmal zu stürzen. Am Mittwoch ist sie sogar zum ersten Mal alleine gestartet. Ich finde, dass es ein sehr schönes Gefühl ist, die Kiddies bei solchen Entwicklungsschritten zu begleiten und diese Erlebnisse mit ihnen zu teilen. Wenn ich Glück hab, krieg ich hier sogar noch mit, wie Emily alleine laufen lernt. Mit dem Baby Walker hat sie am Dienstag schon 30 Schritte am Stück geschafft :) Besonders montags und dienstags – also wenn die Großen in der Kita sind – versuche ich immer ein bisschen mit ihr zu üben. 
Am Freitag gab’s dann schließlich noch Familienzuwachs der etwas anderen Art. Holly Egg, Bow, Spock und Blue heißen die vier kleinen Lämmchen, um die sich die Kiddies ab heute kümmern dürfen. Da ich mich einen großen Teil der Zeit um sie (die Kiddies) kümmer, dürfte das dann wohl zukünftig auch mit in meinen Aufgabenbereich fallen. So langsam komm ich mir wirklich vor wie auf nem richtigen Bauernhof ;) 
Ansonsten hab ich’s auch endlich mal geschafft, ein paar Fotos von der Umgebung zu machen, damit ihr einen besseren Eindruck davon habt, wo ich hier lebe. :) Die Qualität der Fotos bitte ich allerdings zu entschuldigen. Die meisten hab ich mit meiner Handykamera photographiert.


Slide and cow shed


View at Southern Alps


Waiting for the cows to pass
Cow paddock
Walking through the farm

Cows on their way to the shed

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